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Ko Phi Phi 🏝

  • Autorenbild: Kerstin Tscherpel
    Kerstin Tscherpel
  • 3. Nov. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Nov. 2022

Ich liebe das Meer. Stundenlang könnte ich auf's Meer schauen. Für mich gibt es nichts entspannenderes. Daher haben wir uns für die letzten paar Tage unseres Urlaubs noch eine Hütte mit Meerblick auf einer der zahlreichen Inseln von Thailand, namens Ko Phi Phi, gemietet. Von Phuket setzt man mit einem Schnellboot über. Am Hafen ist alles gut durchorganisiert und jeder Gast bekommt einen Aufkleber mit der Farbe seines Resorts. Kurz vor der Abfahrt kommt der geschäftige Mitarbeiter zu uns und fragt in unverständlichem Englisch etwas. Das einzige Wort das klar verständlich ist, ist "PiPi". Ich bin etwas irritiert und frage mich, ob er uns Aufmerksam macht, vor der Abfahrt nochmal auf die Toilette zu gehen. Aber seine Aufforderung hat etwas Dringliches und schließlich wird mir klar, dass er damit die Insel Ko Phi Phi meint und wir auf das Schiff sollen. Jeder muss eine schlecht sitzende Schwimmweste tragen und man darf während der ganzen Überfahrt auch nicht aufstehen. Das nimmt er sehr genau. Wir landen in Tonsai an und setzen die meisten unserer Mitreisenden dort ab. Dann umrunden wir die halbe Insel und landen in einer idyllischen Bucht am nördlichen Ende der Insel an, wo unser Resort ist. Ein Traktor mit Anhänger kommt uns am Strand entgegen und fährt so weit ins Wasser, dass wir ohne nasse Füße zu bekommen ans Ufer gebracht werden. Was für ein Service.

Die Anlage ist schön auch wenn die Hütten schon etwas älter sind. Das Meer ist türkisblau, klar und geht meterlang flach rein. Also ideal für das Baden mit einem Kind. Der Strand ist wunderschön mit Bäumen, unter denen man kühlen Schatten findet und natürlich auch einer Hängematte, die bei mir das absolute Urlaubsfeeling auslöst.


Da sich die ganze Anlage quasi im Dschungel befindet, werden wir gleich nach unserer Ankunft von riesigen Moskitos überfallen. Ohne Tonnen von Insektenspray aufzutragen, kann man abends nicht entspannt in der Hängematte liegen. In unserer Hütte wohnen auch Kakerlaken. Kakerlaken mag ich nicht besonders und die Vorstellung mit ihnen unsere Hütte zu teilen, begeistert mich gar nicht. Meinen Vorschlag die Viecher einzufangen lehnt mein Mann ab und setzt stattdessen auf die Klimaanlage. Er kühlt damit nachts unsere Hütte und tatsächlich, am nächsten Morgen liegen zwei Kakerlaken hilflos mit zuckenden Beinen auf dem Rücken am Boden, so dass ich sie mühelos mit einem Tuch einsammeln und rauswerfen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass die Kältetaktik bei Kakerlaken so gut fünktioniert, wo sie doch sogar einen Atomschlag überleben können sollen. Ich frage mich, ob das je wissenschaftlich überprüft wurde. Zumindest liegen ihnen Temperaturen unter 25 Grad Celsius überhaupt nicht.


Am südlichen Ende des Strandes befindet sich ein uriges kleines Thairestaurant. Es besteht eigentlich nur aus einer überdachten Holzterrasse am Hügel. Der Aufstieg über die behelfsmäßige Treppe ist schon abenteuerlich. Die Bretter der Terrasse wirken gefährlich baufällig und weisen vereinzelt Löcher auf, wo der eine oder andere Stuhlfuß schon durchgebrochen ist. Das löst bei mir ein mulmiges Gefühl aus. Die dicke, schwarz-weiße Katze, die uns vom Terrassengeländer übellaunig beobachtet, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass man sich wohler fühlt. Wir suchen uns einen der wenigen Tische aus und werden prompt von einem Schwarm Moskitos heimgesucht. Das thailändische Ehepaar, das das kleine Restaurant mit Namen Chili and

Pepper führt, begrüßt uns dafür umso freundlicher und rettet uns vor der Moskitoattacke mit Insektenschutzspray. Ich genieße den wunderbaren Blick auf's Meer und beruhige mich mit dem Gedanken, dass die Terrasse bestimmt nicht gerade jetzt zusammenbrechen wird. Im Hintergrund laufen Oldies und verleihen dem Ganzen einen besonderen Flair von Freiheit und Erinnerungen an vergangene Tage. Das Ehepaar kocht alles frisch und hintereinander. Daher dauern die Gerichte etwas länger. Meine Tochter ordert Thailändische Nudeln. Sie bekommt ein Reisnudelgericht, dass aus glibberiger, quallenartig aussehenden Nudeln besteht. Der Geschmack ist gut, nur die Kosistenz der Nudeln ist für uns etwas ungewohnt. Der Papayasalat und die Satayspieße sind dafür umso köstlicher. Zum Nachtisch gibt es leckere gebackene Banane und wir machen uns mit vollgefutterten Bäuchen zufrieden auf den Rückweg. Beim Abstieg auf der Treppe müssen wir darauf achten, keinen der zahlreichen großen Tausenfüßler zu zertreten und spazieren dann am Strand entlang zurück. Mein Mann und ich sind uns einig, dass das Chili and Pepper ein ganz besonderer Ort ist.



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