Kokosnusswasser - frisch aus der Kokosnuss🌴🥥
- Kerstin Tscherpel
- 29. Dez. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Obwohl ich abgefülltes Kokosnusswasser bislang eklig fand, habe ich mir vorgenommen, hier am Strand frisches Kokosnusswasser direkt aus bzw. in der Kokosnuss zu probieren. Das soll ja so gesund sein, wegen der ganzen Elektrolyte und so. Und das frische Kokosnusswasser soll ja auch viel besser schmecken. Also werde ich nochmal einen Versuch wagen.

Als ich den Kellner nach frischer Kokosnuss frage, erhalte ich die überraschende Antwort, dass sie keine hätten. Die nächsten gäbe es erst in einem Dorf drei Kilometer entfernt. Ich schaue ihn irritiert an und dann nach oben in die ganzen Kokosnusspalmen, die voller Kokosnüsse sind. Mein Mann wäre fast von einer erschlagen worden. Ich frage ihn, ob das denn hier keine Kokosnüsse wären. Er antwortet: „Doch.“ Aber die würde niemand ernten. Ich bin enttäuscht und frage, warum. Daraufhin erzählt er mir, dass vor 10-15 Jahren alle in seinem Dorf auf die Palmen klettern konnten, um die Nüsse zu ernten. Heute wären die Leute aber faul geworden und das könne kaum einer mehr. Da die Palmen echt hoch sind, kann ich mir gut vorstellen, dass das schwierig ist. Manche Palmen besitzen in regelmäßigen Abständen Kerben, um das Klettern zu erleichtern. Er versichert mir, sich zu kümmern und welche zu besorgen.
Wie es der Zufall will, finde ich beim abendlichen Strandspaziergang eine angespülte Kokosnuss am Strand. Voller Begeisterung präsentiere ich dem Resortmitarbeiter meine Kokosnuss und frage, ob die den trinkbar ist. Er teilt mir mit, dass meine gesammelte Kokosnuss reif sei und man eigentlich die grünen Unreifen zum Trinken nimmt. Dann holt er das Hackbeil aus der Küche und beginnt, die Kokosnuss zu bearbeiten. Zuerst wird der Bastmantel abgetrennt und dann die eigentliche Nuss geöffnet. Dies macht er, indem er mit der Rückseite des Beils einmal ringsherum auf die Nuss klopft. Die dann plötzlich in zwei Hälften aufspringt. Das Kokosnusswasser wird in dem darunter stehenden Glas aufgefangen. Es schmeckt süß und lecker. Zum Nachtisch gibt es dann noch das Kokosnussfleisch.😋
Spätabends wird dann tatsächlich noch ein Strunk mit lauter grünen Kokosnüssen geliefert. Jeder Gast kommt nun in den Genuss von frischem Kokosnusswasser. Mein Mann muss drei Stück trinken, weil er es nicht schafft „Nein“ zu sagen. Schließlich ist der Resortmitarbeiter jetzt total stolz, die Kokosnüsse für uns besorgt zu haben.
Ich genieße meine am Morgen und stelle fest, dass es zwar besser schmeckt als das abgefüllte Kokosnusswasser, aber nicht so lecker wie das der reifen Kokosnuss. Dafür hat man aber in einer grünen Nuss bestimmt die dreifache Menge Flüssigkeit.
Mein Resümee ist, dass die selbstgesammelten Nüsse immer noch am leckersten sind. Daher halte ich jetzt neben den Shiva-Augen auch immer Ausschau nach angespülten Kokosnüssen bei meinen Strandspaziergängen.
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